Startseite
  Über...
  Archiv
  Stories
  hops und hüpf
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   13.05.17 21:17
    WEFDVt favgebekyews, [u


http://myblog.de/wuwai

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Verlieren

Es gibt viele Arten, jemand zu verlieren. Manche sind für immer, manche nur für einen Moment, für Tage, Wochen, Monate oder Jahre. Man sieht sich nicht, manchmal für eine sehr lange Zeit.


Man kann sich von jemandem trennen und man weiß ganz genau, man sieht ihn nie wieder. Oder man hofft, dass man sich doch eines Tages wieder trifft. Man muss nur die Zeit bis dahin überbrücken.


Man redet vielleicht miteinander, man schreibt Emails und Briefe und telefoniert. Und dann ist man wieder zusammen und kann sich nur denken:


Wie sehr hat sich der Andere doch verändert!


Was hat er in der Zeit erlebt? Welche Menschen hat er getroffen? Was hat er getan, wenn ihm langweilig war und was hat er gekocht?


Und dann sieht man... Man ist sich fremd geworden, obwohl man sich gar nicht fremd ist. Man weiß so ungefähr, ganz grob was so alles passiert ist in der Zeit, in der man nicht zusammen war. Man war aber nicht dabei. Nicht einmal in der Nähe.


Man hat vorher viele, viele Stunden miteinander verbracht. Man hat zusammen geschwiegen, gelacht, sich Filme angesehen, sich gestritten und zusammen gegessen. Man wusste genau, wie der Andere reagieren wird, man konnte seine Sätze vollenden und man konnte von ihm verstanden werden. Ohne große Erklärungen.


Aber wird es danach immer noch so sein?


Man weiß schon vor der Trennung, dass es passieren wird. Man weiß ganz genau, danach ist nichts mehr so wie vorher. Und man wusste auch, dass es irgendwann passieren wird. Aber das macht es nicht besser. Man hat Wochen oder sogar Monatelang einfach abgewartet, irgendwo im Hinterkopf schwirrte der Gedanke herum: Irgendwann... Irgendwann mal, da müssen wir uns trennen.


Man hat vielleicht noch mit Jahren gerechnet, weil es noch Jahre dauert, bis man selbst diesen Ort verlässt, aber es ist schon so viel früher der Zeitpunkt, sich zu trennen.


Und man weiß ganz genau: Man will es nicht. Aber es nötig. Viel zu nötig. Man darf nicht weinen oder endlos traurig sein, nur weil man sich getrennt hat, weil man jetzt alleine ist.


Man muss sich für den Anderen freuen.


Das ist wohl meistens der Punkt, an dem es scheitert. Weil man eben doch ein Egoist ist. Und man hofft, dass er noch dieses eine Mal Pech haben wird und doch noch ein Weilchen bleiben wird. Nur noch ein paar Wochen mehr, wenigstens ein paar Tage.

8.10.08 12:16
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung